Abgase

Wenn ich meinen 3-jährigen Sohn mit einem Urvertrauen, voller Tatendrang, Wissensdurst und Lebensfreude in diese sinnentleerte, zerstörerische Menschenwelt hinausstürmen sehe, dann wird mir beinahe körperlich schlecht. Was er bei einem Blick aus dem Fenster oder auf dem ersten Kilometer eines Spaziergangs sieht sind Autos. Was er durch das geschlossene Fenster hört sind Autos. Was zu 90% seinen Gesprächsstoff ausmacht sind Autos, Autos, Autos. Warum wir dann aus diesem Inferno nicht wegziehen, wenn es mich so aufregt, haben Freunde mich gefragt. Aber bitte, was würde das denn an der Tatsache ändern? Da gibt es sogar Leute, die meinem Sohn frech ins Gesicht sagen:`Seien wir froh, dass wir die Autos haben. Wir brauchen sie ja.` Und das sind nicht etwa fremde Menschen, die ja noch der Meinung sein könnten, was gehen mich fremder Leute Kinder an, sondern die Großeltern, die ihn vergöttern, aber eben 120 Kilometer entfernt von ihm wohnen. Ist ein solcher Satz nun Egoismus oder kommt mir das nur so vor? Atmen denn künftige Menschengenerationen Autoabgase oder brauchen sie auch weiterhin ungiftige Luft zum Leben?

8.11.16 17:21

Letzte Einträge: Makaberes Spiel, Geistige Wesen, Das höhere Prinzip, Menschwerdung, Recht und Gesetz, Maximierung des Eigennutzes

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