Menschenrecht

"Hat denn nicht jeder Mensch das Recht, über sein eigenes Leben oder Sterben selbst zu entscheiden? Wenn ich meinem Körper vergiftete Luft, vergiftetes Wasser und vergiftete Nahrung zumuten will, steht mir das doch frei!? Natürlich, aber eben nur so lange, wie die schädigende Wirkung meines Tuns sich wirklich ausschließlich auf mein Leben begrenzen lässt.Aber fahre ich mit dem Auto welchen unbedingt notwendigen Weg auch immer, mute ich die verpestete Luft und den Lärm, die für jeden unmittelbar zugänglichen Auswirkungen dieser meiner Tat, allen Menschen ungefragt zu, die ich dabei passiere und nicht nur denen. Meinen eigenen Kindern verpeste ich als Mutter auf lange Zeit die Atemluft, selbst wenn sie mit im Auto sitzen und wir nur ihretwegen unterwegs sind, obwohl ich doch an ihrem Wohlergehen verständlicherweise interessiert bin. Wie passt das zusammen? War diese Autofahrt dann tatsächlich so notwendig und auch nur durch den Bruchteil eines Tatbestandes irgendwie gerechtfertigt? Natürlich nicht! Jahre lang gaben wir unseren Kindern, die ja keine Wahl hatten, wissentlich vergiftete Nahrungsmittel zu essen. Das stand aber nicht etwa unter Strafe und wurde auch sonst nicht durch missbilligende Reaktionen von Verwandten und Bekannten geahndet. Eher müssen wir uns jetzt noch beinahe rechtfertigen, wenn wir im Bio-Laden einkaufen. Also muss doch da ganz grundlegend was an unserem System, unserem gesellschaftlichen Lebensentwurf nicht stimmen!

8.11.16 17:17

Letzte Einträge: Makaberes Spiel, Geistige Wesen, Das höhere Prinzip, Menschwerdung, Recht und Gesetz, Maximierung des Eigennutzes

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